Impressionen aus Namibia - Landschaft

September 17, 2013  •  1 Kommentar

Landschaft

Vorweg muss man sich vor Augen halten, dass wir im dortigen Winter in Namibia waren. Für die Temperaturen heißt das dort von Nachts sehr kalt (nur wenige Grad), bis 30°C tagsüber. Es waren doch auch morgentliche Temperaturen dabei, bei denen man durchaus entspannt drausen sein konnte. Also eigentlich alles sehr angenehm. Regen gibt es quasi keinen (Trockenzeit).

Für die Vegetation heißt das, dass es natürlich sehr karg aussieht. Wenig grün und selbst Kakteen "knabbern" an dem wenigen Wasser. Doch die toten Streucher leben innerlich sehr wohl und warten nur darauf im Frühjahr wieder auszutreiben. Nichts desto trotz: Die Landschaft bot im großen ganzen ein tristes Bild mit viel Steinen, Sand und Staub zwischen kargen Gewächsen.

Beim Fahren durch diese Weiten sieht man, soweit das Auge blicken lässt, über Stunden nur wenig Veränderung: Und trotzdem ist diese riesige Fläche die ganze Zeit sehr beeindruckend, während man kerzengeraden Straßen stundenlang folgt. Es gibt nur wenig geteerte Straßen (quasi die Autobahn) dort. Manche Strecken sehr befahren (vorallem wenn man die Hauptverbindungsstrecken von und nach Windhoek betrachtet), andere wiederum sehr einsam.

ZielenWas tut man nicht alles, um so eine gerade Straße zu fotografieren :)

Staubige GeradeDieses Bild hat sich über Stunden gehalten. Lange, gerade Straßen mit Staub, wenn ein Auto irgendwo fährt.

Doch viele Straßen bestanden nur aus geröll, Schotter, Sand und Mischformen. Doch mit unserem Allrad-Pickup konnte man auch diese problemlos mit 80 km/h fahren. Wobei man ständig versucht, die am wenigst holprige Fahrrinne zu suchen. SandstraßeNeben Geröll und Staub, gab es am Rand der Namib auch diese scheinbar glatten Sandstraßen. Wir sind viel über ausgetrocknete Flussbetten gefahren die nur durch ihre Schilder als solche noch zu erkennen waren.

Neben den Tieren, die wir ständig zwischendurch sahen und natürlich auch angehalten haben um diese genauer zu beobachten, haben wir uns folgende landschaftliche Highlights angeschaut:

Köcherbaumwald (Quivertree Forest)

Der Sonnenuntergang und Sonnenaufgang im Köcherbaumwald war schon sehr, sehr schön. Das Licht, die bizarren Formen der Gewächse und das erste Mal die bewusst wahrgenommen, wunderbare Stille, die es so bei uns fast gar nicht mehr gibt.

Das Licht war wirklich fantastisch und wir haben es trotz noch etwas kalter Temperaturen genossen.

KöcherwaldSonnenuntergang im Köcherwald.

Morgenstimmung im KöcherwaldEine herrliche Ruhe, die man im Bild leider so nicht direkt sehen kann. Tolles Licht im KöcherwaldBei noch sehr frischen Temperaturen.

Klettern im Köcherwald KlippschieferÜberall wimmelte es von diesen putzigen Dickerchen. (Und wir waren nicht alleine: Unzählige von diesen molligen und drolligen Klippschliefern wuselten um uns herum).

Geisterstadt Kollmans Kuppe

Jemand, der was für Lostplaces übrig hat, kommt hier schon auf seine Kosten. Die ehemalige Diamantenstadt ist zwar weniger "Lost" - aber das merkt man nicht, wenn man sich vorsichtig durch die (teilweise vom Einstürzen bedrohten) Häuser-Ruinen bewegt, die langsam von den Sanddünen verschlungen werden. Diese Stille, der pfeifende Wind und das Gefühl der absoluten Einsamkeit in den Häusern ist schon etwas beklemmend und faszinierend zugleich.

Krankenhaus in Kolmannskuppe Krankenhauszimmer in KolmannskuppeDer Wüstensand kommt unerbitterlich durch alle Fenster... Architektenhaus in KolmannskuppeJedes Zimmer mit einer tollen Farbe, die noch sehr gut erhalten ist. Krankenhausgang in KolmannskuppeEine sehr beklemmende Atmosphäre.

Wüste / Sossousvlei-Dünen

Ein weiteres Highlight waren die riesigen Sanddünenlandschaft, da man wirklich in die Wüste ein Stück reinfahren kann. Mit dem Allrad ging es dann die letzten Meter durch mehr oder wenig richtig tiefen Sand und wir haben schon ein wenig geschwitzt, ob wir nicht vielleicht trotzdem stecken bleiben würden. Aber wir haben es dann doch geschafft :)

Dann ging es zu Fuß weiter durch die Sandberge...

Spuren im Sand...weil die Kinder schneller waren als ich :) ...bis hin zum Deadvlei, das sich uns wirklich wunderschön von Sanddünen umgeben offenbahrte. Wer so etwas noch nie gesehen hat, kann das sicherlich eine ganze Weile einfach nur auf sich wirken lassen.

Deadvlei..und es dauerte länger als ich dachte, bis man es tatsächlich dann erreicht hat. Toter AkazienbaumTypisches Bild der Namibwüste. Nachdem wir die Kinder dann müde bekommen haben, ging es noch auf dem Rückweg bei der "Düne 45" vorbei. Bis wir dort waren, haben die Kinder wieder frische Kraft getankt und nocheinmal in windeseile hinaufzurennen.

Düne 45Die Kinder tuen sich offensichtlich leichter als wir Erwachsene.

Spitzkoppe

Sehr schön war auch die Steinformationen der Spitzkoppe, bei der wir einen kurzen Abstecher gemacht hatten.

SpitzkoppeDer "kleine Abstecher" entpuppte sich doch als richtger Ausflug.

Hier konnten wir uns etwas die Beine vertreten und nach einem kleinen Aufstieg die schöne Ausssicht geniesen.

GeierkopfDie Steinformation links sieht aus, wie ein Kopf eines Raubvogels. The ArchAtemberaubender Ausblick und ein Gefühl der Freiheit nach dem kleinen Auftstieg zum Arch. Weit oben...auch den Kindern hat die Kletterei gut gefallen. Die Steine waren toll griffig und oben hatte man einen wundervollen Ausblick!

Morgentliche Wanderungen

Neben diesen landschaftlichen Hauptattraktion, genossen wir jeden Morgen vor dem Frühstück eine Sonnenaufgangswanderung, bei der wir wunderschöne Ausblicke und herrliche Licht/Schatten-Spielereien geniesen konnten.

Kalter SonnenaufgangMorgentlicher Spaziergang bei gefühlten 0°C aber einem tollen Sonnenaufgang, der langsam Wärme brachte. Einsamer BaumAber großteils der Strecke wirklich eine Rarität. Goldene AussichtenNach einstündigem Aufstieg ein grandioser Ausblick im goldenen Schein der Morgensonne. Vor dem AbstiegNochmal die schöne Aussicht von oben geniesen, bevor der beschwerliche Weg durch den Sand beginnt.


Kommentare

Heike Pfitzenmeier(nicht registriert)
Hallo Herr Haberkant,

vielen Dank für die beeindruckenden Bilder und die gelungene Reportage!
Wirklich sehr gelungen...

Liebe Grüße
Heike Pfitzenmeier
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