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PHOTOLEMUR

May 01, 2018  •  Kommentar schreiben

Photolemur

Ich bin auf Photolemur durch eine Werbung aufmerksam geworden. Das Versprechen vollautomatisch ein Bild zu verbessern und das in Abhängigkeit des Bildinhaltes war so verlockend, dass ich es unbedingt ausporbieren wollte.

Auf der Website von Photolemur 2.2 Spectre sieht man sehr schön, was Photolemur zu leisten vermag. Ich wollte das mit eigenen Bildern ausprobieren und habe verschiedene Bildtypen, Bildformate und die Integration in Lightroom, sowie mögliche Workflows und Verwendungen für mich ausprobiert. Ziel sollte es nicht sein optimal bearbeitete Bilder zu bekommen, sondern eine schnelle Methode einen "Wow"-Effekt zu erzeugen.

Ich habe verschiedene Bilder verwendet, um Photolemur auf den Zahn zu fühlen:

  • Landschaftsbilder
  • Personenbilder
  • Pferdebilder
  • RAW-Bilder von einer NIkon D810
  • RAW-Bilder von einer Panasonic GX8
  • iPhone-Bilder

Funktionsweise

Photolemur lässt sich als eigene App starten und kommt mit einem schlichten Fenster daher, bei dem einfach ein oder mehrere Bilder hinzugefügt werden können.

Anschließend kann das Bild mit einem Vorher-Nachher Vergleich betrachtet werden und übe einen Regler die Intensität der Bearbeitung eingestellt werden. Dann gibt es noch einen Knopf zum Export in verschiedenen Formaten oder direkt als/auf:

  • JPG
  • Email
  • Flickr
  • Facebook
  • Twitter
  • Snapheal

Die deutsche Übersetzung ist manchmal etwas lustig, aber man versteht, was gemeint ist.

Alternativ kann Photolemur als Export-Plugin für Lightroom verwendet werden.

Verschiedene Bildarten

Landschaften

Was sehr gut funktioniert, sind Bilder mit Sonnenlicht und blauem Himmel. Hier werden die Kontraste sehr schön verstärkt.

Original

mit Photolemur

Bei Bildern, bei denen Schärfe, lokale Kontraste etc. weniger erwünscht sind; Bei denen das Bild von etwas "weichem" lebt, wirkt es etwas zu viel des Guten. Hier hilft der Regler, um den Effekt nicht ganz so stark anzuwenden. Wie z.B. bei diesem winterlichen Bild:

Original mit Photolemur

Menschen

Leider ist die "Hauterkennung" nicht ganz so gelungen: Bei Portraits wird die Haut in meinen Augen zu stark "in Mitleidenschaft" gezogen. Das lässt sich natürlich auch durch den "Stärkeregler" entsprechend reduzieren. Aber damit wird natürlich auch die Umgebung weniger stark beeinflusst, bei der es vlt. gut tut.

Original

mit Photolemur Was sehr schön funktioniert, sind die Anhebung der Farben bei den Hauttönen. Und mit weniger extremer Anwendung wirkt die Gesamtverbesserung doch recht harmonisch und gut.

Tiere

Wie auch oben schon am Pferd zu sehen, werden die Fellstrukturen sehr schön sichtbar und das Bild wirkt deutlich brillanter. Auch bei sehr dunklen Bildern, schafft es Photolemur die Fellstrukturen hervorzuheben:

Original

mit Photolemur

Lightroom und Photolemur

Ich habe auch mit dem Umgang von Photolemur in Lightroom etwas experimentiert: Aufgerufen wird das Plugin ganz normal über "Bearbeiten mit" im Kontextmenü der Bilder. Sowohl einzelne Bilder, als auch Massenoperation sind damit möglich. Beim Export kann gewählt werden, ob man mit TIFF/PSD (16Bit) oder JPG (8Bit) exportieren möchte.

Hier ein Beispiel, welche Möglichkeiten welche Ergebnisse bringen können.

Original

Einfach nur Photolemur auf das Original loszulassen ergibt noch ein nicht wirklich befriedigendes Ergebnis:

Original mit Photolemur

Bereitet man nun aber das Bild etwas vor, indem man zum Beispiel in Lightroom den Kontrast stark verringert (Lichter maximal reduzieren, Tiefen maximal erhöhen) und wendet dann Photolemur an, ist das Ergebnis deutlich besser:

Lightroom vorbereitet und mit Photolemur

Das Ergebnis mit 8Bit bearbeitet ist geringfügig schlechter: In den weichen Übergängen im Hintergrund kann man in den Originaldateien leichte Artefakte erkennen. Hier wird man das vermutlich nicht richtig sehen:

8Bit-Photolemur Bearbeitung

In Lightroom kann man das Bild natürlich auch richtig vorher bearbeiten. Das Ergebnis nur mit ca. 40 Sekunden-Lightroom-Bearbeitung:

40Sek-Lightroom Bearbeitung

Darauf nun Photolemur angewendet ergibt mit ca. 80%-Reduzierung der Stärke das beste Ergebnis:

Kombination aus LR- und Photolemur-Bearbeitung

Fazit

Hier nochmal der Vorher-Nachher-Vergleich von oben:

Das Ergebnis mit etwas Vorarbeit ist ziemlich gut und vor allem: Ziemlich schnell zu erreichen!

Das perfekte Bild wird es vermutlich nicht damit geben, weil ich als professioneller Bearbeiter doch die Details besser herausarbeiten kann. Aber für eine schnelles Ergebnis für Facebook/Instagram etc. ist es sehr brauchbar!

Auch um Kunden eine schnelle, ordentliche Vorschau zu präsentieren, kann ich mir Photolemur gut vorstellen.

Wer das alles auch mal ausprobieren möchte, kann sich die DEMO Version runterladen und wer es kaufen möchte, erhält mit folgendem Primo-Code immerhin 15% Rabatt: KHphoto.

Ich wünsche euch viel Spaß damit.

 


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