KHPHOTO | Assistenten beim Shooting

Assistenten beim Shooting

March 27, 2012  •  Kommentar schreiben

Hey,

heute will ich mal kurz erzählen, was ein Assistent aus meiner Sicht tun sollte und welche Ansprüche ich daran habe.

Generell finde ich nicht, dass Assistenten reine "menschliche Stative" oder Lastenträger sind. Sie sind auch keine minderwertigen, dumme "Hanseln", die einfach nur gehorchen sollen. Im Gegenteil:

Ein Assistent soll dem Fotografen (also mir) bei seiner Arbeit helfen. Dazu gehört in erster Linie das Interesse an der Sache an sich. Wer keinen Spaß an der fotografischen Arbeit hat, ist auch als Assistent nur bedingt zu gebrauchen. Das ist für mich eine Grundvoraussetzung. Alles andere kann man lernen. Ansonsten sollte ein Assistent natürlich ein gewisses Grundwissen der Fotografie haben: Licht (Blitze, Lichtformer, Reflektoren), Werkzeuge (Stative, Belichtungsmesser, Objektive) und einigermaßen Sicher im Umgang mit diesen Dingen sein.

Welche Arbeiten/Aufgaben gehören nun zu den Tätigkeiten eines Assistenten?

Anfangen tut das meistens mit dem Aufbau. Hier gehören natürlich Schleppen der Ausrüstung und Aufbau des Equipment dazu: Viele Dinge sind einfach alleine schwierig und lassen sich zu mehreren ruck-zuck erledigen. Genauso das Aufstellen von Stativen, beschweren dieser und Aufbau und Montage der Beleuchtungsanlage (Lichtformer, Reflektoren, etc.). Gleiches gilt für den Abbau. Ich packe da immer mit an, weil es soll ja nur schnell gehen und ich sitze nicht nebendran und ergötze mich an der Arbeit anderer.

Als nächstes habe ich gerne jemanden, der mir beim Einstellen des Lichts hilft. Entweder als "Beleuchtungspuppe" oder jemand, der die Lichtquellen verändert, ohne das ich immer meine Position und Haltung verändern muss. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern einfach mit dem praktischen Nutzen, dass ich meinen Standpunkt nicht verändern will, sondern nur das Licht sich ändern soll. Hier hilft es ungemein, wenn der Assistent auch etwas mit denkt und auch seine Meinung zum Setup mit einbringt. Oft sehen vier Augen einfach mehr als zwei.

Während des eigentlichen Shootings sind es oft die Kleinigkeiten, die mir manchmal fehlen: Wenn ich mal wieder schweißgebadet auf dem Boden liege und in einer sehr unbequemen Position feststelle, dass ich noch ein wenig mehr Aufhellung von der Seite bräuchte, oder jemanden, der dem Model etwas vormacht.

Auch durchaus praktisch: Wenn der Assistent (oder ist er dann assistierender Fotograf? :-) die Rolle des Bildmachens übernimmt und ich mich auf Licht und Anleiten konzentrieren kann.

Was ich mit all den Worten zum Ausdruck bringen will: Man ist ein Team und arbeitet zusammen, um das bestmöglichste Ergebnis herauszuholen!

Was ich persönlich, unabhängig von alle dem verlange bzw. erwarte: Zuverlässigkeit und hinreichend exaktes Arbeiten. Dazu gehören  im wesentlichen Pünktlichkeit und Sorgfalt im Umgang mit der Ausrüstung. Im Umgang mit anderen Menschen ist ein gepflegtes, äußeres selbstverständlich.

Vielleicht hat ja mal jemand Lust mir zu assistieren?

In diesem Sinne...


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