Video statt Foto

March 06, 2014  •  Kommentar schreiben

Heute möchte ich mal über was anderes schreiben - indirekt hat es natürlich auch mit Fotos zu tun :)

Ich habe mich in den letzten Tagen relativ viel mit Final Cut Pro (FCP) beschäftigt. Für die, die nicht wissen was das ist: Das ist DAS Videoschnittprogramm für den Mac. Vorweg muss ich sagen, dass ich mit Videoschnitt bisher nicht viel getan habe (außer ein paar Urlaubsvideos). Für sehr einfache und schnelle Ergebnisse ist iMovie immer noch eine richtig coole Sache. Von früher kenne ich etwas die Produkte von Magix oder Pinnacle; da ich aber nun auf dem Mac Final Cut Pro installiert habe, möchte ich kurz mit meinen Erfahrungen darüber berichten:

Vorweg kurz zum Preis: Mit knapp 200.- sicherlich keine ganz billige Angelegenheit. Aber wer ab und an Videos zusammenbastelt und da Flexibilität und gutes Handling braucht, hat das schnell verschmerzt :) Das Produkt ist wirklich gut und sehr umfangreich.

Wer sich schonmal meine ersten Videos auf meinem Youtube-Kanal damit angesehen hat, hat sich vielleicht schon gefragt, wie das mit Vor- und Abspann funktioniert: Hier muss ich sagen, dass FCP wirklich schon viele Sounds (Geräusche, Musik, Jingles, etc.) und Vorlagen mitbringt, die man schnell modifizieren kann. Speziell für Youtube kann man allerdings auch Musik auswählen, die man direkt von Youtube runterladen kann: Youtube Audio-Library. Genauso bringt FCP aber auch eine Fülle von Hintergründen, Animationseffekten etc. mit, so dass man damit schonmal gut durchstarten kann.

Ich möchte hier keine Anleitung für FCP geben: Es gibt sowohl in Youtube, als auch in geschriebener Form eine Fülle von Informationen und Anleitungen zu finden. Nicht zu letzt die Dokumenation zu FCP von Apple selbst ist sehr ordentlich.

Was entscheidend für eine flüssige Arbeitsweise sind, ist viel wichtiger:

  1. Shortcuts: Wer sich ein paar Tastatur-Shortcuts für FCP aneignet, wird schnell und bequem in seiner Zeitleiste navigieren, Clips in die Handlung einfügen und schneiden können. Mit Maus alleine ist das sehr mühselig :) Eine schöne Übersicht findet man hier.
  2. Rechenpower: Videoschnitt (gerade mit hochauflösenden Videos) benötigt ordentlich Rechenpower. Wer mit 1080p-Material und womöglich Vollbildern arbeitet, der wird um eine entsprechend ausgerüsteten Rechner nicht rumkommen. Neben Rechenleistung sollte auch Speicher (16GB+) und Festplattenplatz (mit schneller Platte!) genügend vorhanden sein.
  3. Organisation: Von Haus aus bietet FCP hier keine optimale Lösung an - wohl aber die Grundlagen für eine sehr praktische Arbeitsweise. Jeder Film wird als "Projekt" verwaltet. Projekte liegen in einer flachen Struktur pro Laufwerk. Nachteil von sehr vielen Projekten: Da FCP nicht wirklich "Speichern" anbietet, sondern die Projekte wie in einer Datenbank einfach nur da sind, werden sie beim Start von FCP auch alle geladen. Das kostet viel Zeit und macht mit der Zeit die Arbeit nervig. Unter MacOS (Apple) gibt es ein nettes Feature: Disk-Images, die als Laufwerke verwendet werden können. Sehr schön zusammengefasst und erklärt auf der Seite von Ripple Training. Die Idee ist, dass man immer nur die DiscImages als Laufwerke verwendet, die man gerade braucht und dort nur wenige Projekte gespeichert hat. Wer das in deutsch nochmal erklärt haben will von mir, einfach melden.

Wer sich jetzt fragt, was damit Fotos zu tun hat und was das Titelbild soll...

Ich habe für die Perseria einen kleinen "Imagefilm" mit u.a. Fotos, die ich gemacht habe, erstellt. Nachdem ich erst über Online-Dienste wie  Animoto und Alternativen nachgedacht habe (übrigens ist Animoto wirklich der schickste Dienst - leider auch recht teuer), habe ich mich aufgrund der Anforderungen dann doch für eine individuelle Variante mit FCP entschieden:

Mittels Keyframe-Technik und den oben genannten Tipps für den Arbeitsablauf, kann ich FCP auch für digitale Diashows wärmstens empfehlen. Für große Bildschirme mit 1080p kann man sich auch das Plugin "Coverflux 2" anschauen, der einem eine schicke Bildershow mit Reflexen und Stapeln sehr einfach erstellt. Leider geht der für Spiegelung und Effekt verbrauchte Platz dem eigentlichen Bild verloren.

Fazit: Ich werde nun FCP öfter für Filme mit meinen Bildern einsetzen - das Ergebnis überzeugt.


Kommentare

Keine Kommentare veröffentlicht.
Wird geladen...

Ich freue mich sehr über Anmerkungen zu meinen Beiträgen. Das muss nicht nur auf Facebook sein: Auch hier dürft ihr gerne kommentieren. Wenn ihr etwas interessant findet, teilt es doch über Facebook. Bei Fragen, dürft ihr diese gerne in den Kommentaren stellen oder mich auch direkt anschreiben. Ich beantworte gerne eure Fragen.

Abonnieren
RSS
Archiv
Januar Februar März (1) April Mai Juni Juli (2) August (1) September Oktober (1) November (4) Dezember
Januar (3) Februar (1) März (2) April (2) Mai Juni (1) Juli (1) August September Oktober November Dezember
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November (1) Dezember
Januar Februar März April Mai (2) Juni Juli August September Oktober November Dezember
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November (1) Dezember
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember