Bildbearbeitung - Schnell und Effektiv

November 28, 2017  •  Kommentar schreiben

Coole Ergebnisse mit LUMINAR

Lightroom, Photoshop und andere Werkzeuge zur Bildbearbeitung

Es gibt eine Vielzahl von Bildbearbeitungs-Werkzeugen. In der Regel verwende ich zur Bildverwaltung und ersten Bearbeitung Lightroom. Für kniffeligere Sachen wechsel ich zu Photoshop.

Lightroom bietet für die Bearbeitung der Bilder eine übersichtliche Anzahl von Reglern, mit denen man (gewusst wie) sehr gute Ergebnisse erzielen kann.

Ich habe schon in Photoshop für schnelle "Wow"-Ergebnisse gerne diverse Filter/Plugins verwendet, die mir die Arbeit erleichtert haben.  Mittlerweile bin ich dazu übergegangen einige Plugins schon direkt aus Lighroom heraus als "externer Editor" zu verwenden.

Dazu gehört auch LUMINAR, über das ich heute berichten möchte. Was ist Luminar? Wie nutze ich Luminar? Und ich stelle einen Workflow zur schnellen und effektiven Verwendung vor.

LUMINAR von Macphun

Macphun kenne ich bereits länger und der Hersteller hat schon einige tolle Produkte auf den Markt geworfen. Die Bedienung ist bei allen Produkten ähnlich: Es gibt vordefinierte oder eigene Presets, die man dann mit eigenen Filtern in verschiedenen Ebenen erweitern kann.

Bei Luminar gibt es neben den verschiedenen Filtern noch die Möglichkeit für Filter und Ebenen Masken anzulegen, um die Filter-Einstellungen nur auf bestimmte Bildbereiche anzuwenden.

Es steht eine Vielzahl von Filtern zu Verfügung, die sich über ein "Favoriten"-Sternchen auch für den persönlichen Gebrauch vorsortieren lassen. Jeder Filter hat diverse Einstellungsmöglichkeiten, um den Filter für den anzuwendenden Bildteil zu optimieren.

Ebenen

Wie schon in den anderen Macphun-Produkten spielen Ebenen eine wichtige Rolle: In jeder Ebene kann ein Satz von Filtern zusammengestellt werden. Die Ebene selbst kann in ihrer Deckkraft geändert werden und mit einer Maske versehen werden. Damit lassen sich ganze Filter-Gruppen auch nur partiell auf ein Bild anwenden. Wer Ebenen noch nicht kennt, kann sich das so vorstellen. Durch Kombination von verschiedenen Filtern, kann man quasi seinen eigenen "Filter" (das ist dann die Ebene) erstellen. Dieser kann dann auch in Form eines Presets abgespeichert werden. Das coole daran: Alle Filter in einer Ebene können jederzeit wieder nachjustiert werden.

 

 

 

Presets 

Presets (also Voreinstellungen) sind gespeicherte Filter-Sets, die wiederverwendet werden können. Sie werden immer auf die aktuelle Ebene angewendet. So können vorher gespeicherte Filter-Zusammenstellungen jederzeit wieder in die aktuelle Bearbeitung eingefügt werden - und auch wieder in ihren Einstellungen verändert werden. Es gibt vordefinierte Presets, die in Luminar mitgeliefert werden, Presets, die auf der Website von Macphun heruntergeladen werden können und eigene Presets, die man sich selbst erstellen kann.

In kleinen Vorschaubildern sieht man, welche Auswirkung das Preset auf das Bild haben wird. Trotzdem hilft es einen sprechenden Namen bei der Erstellung zu vergeben, um sich die Wirkung besser vorstellen zu können.

Jeder Preset kann direkt mit einer "Stärke" angewendet werden. So muss man nicht die volle Intensität verwenden, sondern kann die Wirkung des Preset reduziert einfügen. Das ist sehr praktisch, da man so sehr schnell mit einigen Presets sein Bild bearbeiten kann:

  • Für jedes Preset eine neue Ebene anlegen,
  • Preset mit gewünschter "Stärke" einfügen

Mehr dazu und Beispiele in meinem Workflow.

Die Filter

Ein spezieller Filter, mit dem sehr schnell eine erhebliche Bildverbesserung zu erreichen ist, ist der "Accent - Verbesserung durch AI"-Filter. AI steht für "Artificial Intelligence" (Künstliche Intelligenz) und drückt wohl aus, dass er die Bildverbesserungen voll automatisch durch ausgeklügelte (intelligente) Algorithmen selbst vornimmt, ohne Hilfe des Anwenders. Er besitzt nur einen Regler, mit der die Intensität geändert werden kann. Das Ergebnis ist erstaunlich gut und bietet eine tolle Basis für weitere Optimierungen.

Daneben gibt es natürlich eine ganze Reihe von Filtern, die das Bild in Farben, Kontrast und mit Effekten verändern. Die einzelnen Filter haben Einstellungen, die mit Hilfe von Reglern, den Filter auf das eigene Bild anpassen können.

Beliebte Filter können als Favoriten gekennzeichnet und so besonders schnell darauf zugegriffen werden.

Sehr schön ist auch die Beschreibung und Beispielbild zu jedem Filter, so dass man sich direkt vorstellen kann, was der Filter bewirkt.

 

Masken

Sowohl für Ebenen, als auch für einzelne Filter können Masken definiert werden. Masken kennen Photoshop-Benutzer schon lange und sind ein sehr praktisches Werkzeug, um gezielt Bildteile zu verändern: Während der Filter bzw. die Ebene normalerweise auf das ganze Bild wirken, kann mit Hilfe einer Maske der Bereich des Bildes bestimmt werden, auf den die Filter wirken sollen. Um Masken zu definieren, gibt es verschiedene Werkzeuge:

Einmal einen Pinsel, der in Größe und Härte mit einer bestimmten Deckkraft einfach Teile im Bild bemalt, auf die der Filter angewendet werden soll. Zum anderen gibt es Gradienten und Radial-Zeichner, mit der Bereiche fließend maskiert werden können.

Sehr praktisch ist auch die Luminanzmaske: Hier werden die hellen Bildteile ausgewählt und ermöglicht es so, zum Beispiel den Himmel mit einem Filter zu versehen. Auch Invertieren von Masken ist möglich, um dann nicht die hellen, sondern die dunklen Teile in einer Maske auszuwählen. 

Mein Workflow

Für meine Bearbeitung nutze ich sowohl Lightroom, als auch Luminar. In Lightroom habe ich Luminar als weiteren externen Editor hinzugefügt. Damit kann ich ein in Lightroom vorbereitetes Bild Luminar übergeben und dort weiterverarbeiten.

Als ers ten Schritt minimiere ich den Kontrast in Lightroom: Dazu nutze ich den Lichter- und Schatten-Regler, um die Lichter abzudunkeln und die Schatten aufzuhellen.

Anschließend wird das Bild in Luminar geöffnet. In der Regel verwende ich aus Performance-Gründen JPG (8 Bit), aber es geht natürlich auf mit voller Farbtiefe und im PSD-Format.

Für Landschaftsbilder habe ich In Luminar habe ich 3 Presets angelegt, die einige Filter mit Einstellungen enthalten, die ich für mich nutze. Diese Presets wende ich nun der Reihe nach auf das geöffnete Bild an. Jedes Preset verändert das Bild in bestimmten Eigenschaften, die ich durch die Trennung der drei Presets verschieden Stark auf das Bild anwenden kann. Dies geschieht durch den Stärke-Regler des Presets. So kann ich die Presets optimial für das Bild anwenden. Natürlich bleibt mir immer noch die Möglichkeit durch Masken oder Veränderung der Einstellungen jedes Filters das Bild noch individueller zu gestalten. Doch für eine schnelle Bearbeitung mit tollem Effekt ist das durchaus auch ohne weitere Einstellungen eine brauchbare Methode.

Für Landschaftsbilder stehen die Presets wie folgt aus:

  1. Landscape - 1 (Contrast): Erhöhung der Kontraste
  2. Landscape - 2 (Color): Verstärkung der Farben
  3. Landscape - 3 (Struct): Verstärkung der Strukturen

Beispiele

Hier ein paar Beispielbilder, die ich mit diesen Presets erstellt habe. Jeweils das Original und das mit dem Luminar-Workflow bearbeitete Bild. Für die Bilder habe ich eine Panasonic Lumix GX8 verwendet:

Noch mehr Funktionen

Neben den mächtigen Filtern und den erwähnten Möglichkeiten zur Maskierung bietet Luminar noch weitere Features, die die grundlegende Bearbeitung in Luminar vervollständigen:

  • Transformationen des Bildes
  • Radieren von Bildteilen
  • Beschneiden von Bildteilen

Für viele wird das zusammen mit Lightroom vielleicht schon Photoshop überflüssig machen. Für mich wird Photoshop weiterhin für detailiertere Bearbeitungen notwendig sein. Aber als Plugin für Photoshop wird Luminar auch hier immer wieder für die schnelle und effektive Bildverbesserung eingesetzt werden! 

Fazit

Luminar begeistert durch eine fantastische Bedienung: Intuitiv, einfach und effizient. Allein die Tastatur-Unterstützung mit diversen Shortcuts lässt noch Luft nach oben. Ansonsten sind sowohl die Filter, als auch die Möglichkeiten der Presets und Maskierung durchweg gelungen und lassen keine Wünsche offen.
 
Und als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: Mit dem Code "KHPHOTO" bekommt ihr Luminar 2018 und Aurora HDR 2018 $10 billiger!! Wenn ihr euch also was Gutes tun wollt:
und
 
 
 

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