Bilderverwaltung für jedermann...

April 14, 2015  •  Kommentar schreiben

Ihr alle kennt das: Seit dem es digitale Bilder gibt, werden diese in Unmengen produziert. Nicht nur mit hochwertigen Spiegelreflex- oder Systemkameras, sondern auch mit Smartphone und kleinen Kompaktapparaten. Doch wohin mit diesen Bildern? Wie sichert man diese?

Wir reden nicht von den Schnappschüssen, die man sich mal schnell zur Erinnerung macht und anschließend auch wieder löschen könnte. Wir reden auch nicht über professionelle Fotografen, die kommerzielle Bilder verwalten müssen. Hier soll es um die privaten Bilder gehen, die uns wichtig sind: Erinnerungen aus dem Alltag oder Urlaub, von Freunden und Familie, von unseren Tieren oder unseren Dingen, die uns etwas bedeuten.

Backup / Sicherung

Generell gilt: Ein Speicherort ist zu wenig. Egal, ob das das Smartphone ist oder der PC zu Hause. Wenn das Gerät den Geist aufgibt, sind die wertvollen Bilder weg. Daher sollten wir die Bilder immer an zwei Orten ablegen:

  • Mit dem USB-Kabel kann man die Bilder vom Smartphone auf den PC kopieren,
  • Auf eine angeschlossene externe Festplatte kann man größere Mengen von Bildern ebenfalls sichern.
  • Online-Dienste wie Dropbox, Zenfolio, Smugsmug, Picasa, Google, etc. bieten Onlinespeicher die Bilder. Vorteil: Ein Verlust durch defekte Hardware ist nahezu ausgeschlossen; Nachteil: Man vertraut die Bilder einer Firma an, und keiner kann mit Sicherheit sagen, ob diese dort wirklich vertraulich behandelt werden - ist eine Glaubensfrage.
  • USB-Sticks, DVDs und CDs sind aufgrund ihrer mangelhaften Haltbarkeit weniger geeignet.

 

Sortierung

Aufgrund der vielen tausende Bilder, die im Laufe der Jahre zusammenkommen, empfiehlt es sich die Bilder irgendwie zu sortieren. Idealerweise überall gleich.

Ordner

Zur Sortierung bieten sich auf der Festplatte "Ordner" (engl. Folder) an. Diese kann man zum Beispiel nach Ereignissen oder mit Datum versehen. Eine mögliche Ordner-Struktur kann zum Beispiel so aussehen:

  • 2014
    • Wanderung Altmühltal
    • Urlaub USA
    • ...
  • 2015
    • Skifahren
    • Geburstag Tante Erna
    • ...

 

Metadaten

Eine Alternative ist die Beschriftung der Bilder selbst. Dabei helfen einem die sogenannten Metadaten: Das sind Informationen in den Bilddateien selbst, die neben Kameraeinstellungen auch über Aufnahmeort, Aufnahmedatum und Beschriftungen enthalten. Mit geeigneter Software lassen sich diese Daten in die Bilder schreiben - und auch wieder suchen.

Stichwörter

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Stichwörtern. Diese funktionieren ähnlich wie die Metadaten, sind in der Regel aber nicht Bestandteil der Bilddateien, sondern werden von einer Datenbank extern verwaltet und nur den Bildern zugeordnet. Stichwörter sind sehr bequem - aber auch sehr mühselig in der Pflege.

Fazit

Sortieren und Archivieren von Bildern sind sehr wichtig. So findet man auch nach Jahren noch seine Bilder (schnell) wieder. Auch wenn das anfänglich viel Arbeit macht. Ohne diese "Aufräumarbeit" versinken die Bilder in einem Berg, in dem man nichts mehr findet. Also investiert diese Zeit: Ihr freut euch irgendwann daran und spart dann viel Zeit bei der Suche ein.

Software

Natürlich muss man das heute nicht mehr alles per Hand machen, sondern wird von zahlreichen Programmen zur Bildverwaltung dabei unterstützt. Ich möchte kurz ein paar Beispiele nennen, die ich verwendet habe bzw. verwende:

Lightroom

Lightroom ist eigentlich so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau :) Mit dieser Software kann man nicht nur Bilder in einer Datenbank verwalten, beschriften und anschauen. Sondern auch Bilder bearbeiten, Web-Gallerien erzeugen, Bücher drucken lassen und vieles mehr. Das ganze ist für knapp 120.- zu erwerben und gibt es für MAC oder Windows. Für Einstieg in diese doch sehr komplexe aber hervorragende Software meldet euch bei mir. Ich veranstalte bei bedarf gerne mal wieder einen Workshop.

Photo Mechanic

Photo Mechanic ist ebenfalls für MAC und Windows ist diese Applikation zu bekommen. Nicht ganz so mächtig wie Lightroom und auch für einen leicht anderen Zweck: Mit dieser Software kann ich die Bilder in Ordnern verwalten, Metadaten beschreiben und durch meine Bildsammlungen stöbern. Für diejenigen, die Kameras mit sehr hoher Auflösung und damit verbunden großen Dateien haben, kann Photomechanic als Vorauswahl für z.B. Lightroom  verwendet werden - das deutlich weniger performant arbeitet. Mehr Infos dazu findet ihr in meinem entsprechenden Blog-Artikel. Kosten für Photo Mechanic belaufen sich auf ca. 100.-

Finder/Spotlight (Mac)

Wer günstig seine Bilder trotzdem verwalten möchte, der kann das auch mit Betriebssystem eigenen Mitteln machen. Unter MAC gibt es den Finder (entspricht unter Windows dem Explorer), der mit Ordnern und Dateien ebenfalls eine Beschriftung zulässt. Dazu muss man in dem "Informations"-Fenster jeder Datei/Ordner die Metadaten editieren. Diese lassen sich dann über die Finder-Suche bzw. Spotlight auch wieder finden. Ist lange nicht so konfortabel - aber geht auch ohne Zusatzsoftware.

 

Was nutzt ihr an Software? Wie macht ihr eure Bildablage und Verwaltung? Habt ihr Erfahrungen mit Suchen nach älteren Bildern?


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