Hundeshooting im Herbst

November 24, 2015  •  Kommentar schreiben

Ich habe am Wochenende Jinbei Freelander ausprobiert. Mein Hund musste mir Model stehen. Er hat diese Aufgabe mit Bravur gelöst und ich muss sagen, dass ich den Eindruck hatte er findet gefallen daran. Am Gesichtsausdruck müssen wir noch etwas üben... :)

Idee war im Wald das Herbstlaub zu nutzen und mit möglichst kleiner Schärfentiefe zu arbeiten. Das heißt möglichst offenblendig. Für das Bild oben hatte ich F2.8 bei 1/200s und ISO100 mit meiner Festbrennweite AF-S 85mm/1.8.

Warum nun noch Blitzen? Ich habe mir extra eine schattige Stelle im Wald gesucht - hinten seht ihr die Sonne wieder - aber das Hauptmotiv sollte im Schatten sein. Damit nun der Bereich des Hauptmotivs wieder etwas aufgehellt wird,habe ich einen Blitz genommen. Hier den Jinbei Freelander. Auch wenn er mir genügend Leistung gegeben hätte für deutlich dunklere Lichtverhltnisse, war ich nicht böse drum, dass ich auf kleinster Stufe arbeiten konnte. Das reicht genau um das Bild an der richtigen Stelle etwas aufzuhellen.

Als Lichtformer diente mir eine 120cm-Oktabox mit 2 Diffusor-Tüchern. Wer Interesse an einem Bericht darüber hat, darf sich gerne melden - dann hole ich das nach.

Dieses Bild habe ich mit Blende F4, 1/125s bei ISO100 gemacht. Gleiches Lichtsetup: Jinbei Freelander auf Leistung ca. 2.0 mit der 120cm-Oktabox von links oben.

Der Hintergrund lässt sich bequem abdunkeln, indem ich die Verschlusszeit einfach auf 1/800s (F4/ISO100) geändert habe. Ein wenig mehr Blitzleistung des Jinbei und ich erhalte folgendes Bild. Der starke Lichtabfall nach hinten liegt vor allem an dem recht steilen Winkel von oben, mit dem ich die Oktabox recht nah am Hund platziert habe.

Equipment

Wie oben schon erwähnt habe ich vorwiegend den Jinbei Freelander verwendet. Das ist ein mobiler Generator mit einem Blitzkopf, der über ein Kabel an den Generator angeschlossen wird. Wenig Automatik: Man muss alles selbst einstellen (=manuell). Zum Auslösen habe ich meine Yongnuo YN622 Funkauslöser verwendet, der den Jinbei-Generator über ein kurzes Synchron-Kabel zündet. Warum der YN622? Weil er HSS-fähig ist :) D.h. ich kann damit mit Verschlosszeiten über der Blitzsynchronzeit arbeiten - garantiert mir die Verwendung von offener Blende.

Vorteile dieser Generator-Lösung:

  • Ich kann auf viele, verschiedene Lichtformer zurückgreifen: Hier hatte eine 120cm Oktabox in Verwendung.
  • Sehr kurze Wiederauflade-Zeiten: gerade bei Tierfotos sehr wichtig, da ich hier schöne Momente verpasse, wenn der Blitz nicht geladen ist.
  • Genügend Leistungsreserve
  • Dicker Akku, mit dem ich bei einem solchen Shooting locker 400 Bilder machen kann.

Alternativ habe ich noch einen Systemblitz mit einer kleinen 60cm-Oktabox verwendet.

Der Unterschied zum Licht aus dem Systemblitz, zeigt sich nur sehr schwach: Hier mal zum Vergleich ein 100%-Ausschnitt zu dem Bild mit einer 60cm-Oktabox. Man sieht das etwas "härtere" Licht an den Haaren, die etwas "schärfer" zu scheinen (lokale Kontrast etwas höher).

Ein vergleichbares Bild mit der 120cm-Oktabox am Jinbei:

Man sieht hier die leicht feineren Haarstrukturen, die etwas mehr Zeichnung und Abstufung noch haben, als im oberen Bild. Das liegt vermutlich am "weicheren" Licht durch die größere Lichtquelle.

Irgendwann mache ich nochmal ein paar direkte Vergleichstests auch mit verschiedenen Lichtformern.

Workshop / Fotokurs

Wem das nun alles zu viel Technik auf einmal war und es nicht verstanden hat, kann ich gerne einen Kurs anbieten, bei dem ich das nochmal in Ruhe und ausführlich alles Erkläre  - inkl. Übungen mit der eigenen Kamera. Für den "Outdoor-Fotos mit Blitz" Kurs setze ich die Grundlagen aus dem Einsteiger-Kurs (Blende/Belichtungszeit/ISO/Brennweite/Schärfentiefe) voraus.

Bei Interesse - einfach Anmeldeunterlagen per eMail anfordern.


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