Reisestative

April 29, 2014  •  Kommentar schreiben

Für Unterwegs ist es oft hilfreich, wenn man ein Stativ dabei hat. Gerade bei Sonnenauf- und untergängen ist es fast unabdingbar ein Stativ mit sich zu führen; Genauso, wie bei vielen anderen Situationen mit schwachem/schlechtem Licht.

Macht man sich auf die Suche nach einem Stativ, findet man zunächst unzählige Hersteller und Adressen, wo man diese beziehen kann. Genauso breitgefächtert ist die Preisspanne, die man für solche Stative investieren kann bzw. muss.

Vielleicht kann ich mit diesem Blogeintrag etwas Licht ins Dunkel bringen. Ich möchte nun nicht Werbung für ein bestimmtes Stativ machen, sondern einfach nur von meinen Erfahrungen berichten und wie ich an die Wahl eines Statives herangegangen bin:

Zunächst ist es wichtig, sich über den Einsatzzweck des Statives im Klaren zu werden und die persönlichen Anforderungen zu definieren:

  • Wie stabil muss es sein, was möchte ich darauf tragen?
  • Wie leicht muss es sein? Wie weit muss ich es tragen können?
  • Wie groß darf es sein? Bin ich beim Transport beschränkt?
  • Wie schnell muss man es auf- bzw. abbauen können?
  • Wie ist die Beschaffenheit des Untergrunds für meine Anwendung? Was für Füße muss das Stativ haben?
  • Für welche Art von Fotos wird es verwendet?
  • Wie hoch kann ich es max. ausziehen / betreiben?
  • Wie hoch ist das Budget für ein Stativ?

Leider schließen sich viele Eigenschaften gegenseitig aus: Ein stabiles Stativ, dass sehr gut steht ist in der Regel nicht leicht und klein. Man muss also den richtigen Kompromiss für seinen Anwendungsbereich finden.

In erster Linie ist die Stabilität entscheidend: Das Kleinste und leichteste Stativ nützt nichts, wenn die Bilder nicht scharf sind, weil das Stativ nicht ausreichend fest stehen bleibt. Genauso ist es nutzlos, wenn das Stativ mit einer teuren Kamera und Objektiv "zusammenbricht" oder umfällt, weil es das Gewicht nicht tragen kann.

Daher bin ich in folgender Reihenfolge auf die Suche:

  1. Meine Kamera mit einem großen Objektiv wiegt ca. 5kg. Um entsprechend Puffer zu haben, habe ich die Belastungsgrenze bei 10kg angelegt.
  2. Die Auszugshöhe ist mir nicht so wichtig, da ich oft auf Bodenniveau bzw. aus Kniehöhe fotografiere. Das machen die meisten Stative mit. Wichtig ist immer die max. Arbeitshöhe OHNE Auszug der Mittelsäule, da diese nur für Verwacklung sorgt und somit keinen zuverlässige Arbeitshöhenerweiterung mit sich bringt.
  3. Da ich das Stativ vorwiegend für Landschafts- und Makroaufnahmen benötige, sollte es auf diversen Untergründen gut stehen und auf Bodennahe Positionierung der Kamera ermöglichen.
  4. Da ich Landschaftsaufnahmen hauptsächlich bei Wanderungen und auf Reisen mache ist ein geringe Packmaß und Gewicht ebenso entscheidend.
  5. Als Budget habe ich mir ca. 400 Euro gesetzt.

Vor Jahren habe ich mir ein Manfrotto 055X Pro gekauft. Ein wirklich tolles und robustes Stativ. Wiegt aber knapp 3kg mit Kugelkopf (ausziehbar bis ca. 180cm). Das hielt mich oft davon ab es mitzuschleppen.  Dafür steht es relativ gut und verwackelte Aufnahmen auch mit größerem Gewicht (SLR + 70-200/2.8) sind kein Problem.

Auf dem Markt mit Stativen um die 1kg-Marke bleiben fast nur noch Stative aus Carbon o.ä. Damit springen wir auch in eine Preisregion ab 300 Euro. Aber der Unterschied liegt nicht nur im Gewicht, sondern auch in den Dämpfungseigenschaften von Carbon - wenn man der Werbung glaubt.

Nach langem Suchen bin ich dann zu folgendem Modell gekommen:

Reise-Dreibeinstativ SIRUI T-2205X
mit
Kugelkopf SIRIU K-20X

Da ich den Kugelkopf schon vorher hatte, war ich von der Qualität der Marke generell sehr angetan (er überstand einwandfrei funktionell den doch sehr harten Einsatz in Namibia). Das Stativ überzeugt durch ein geringes Gewicht von einem knappen Kilo und einem super Packmaß von ca. 40cm. Es ist super schnell auf- und abgebaut und vor allem: Es trägt Kamera mit Objektiv ausreichend gut. Ich habe noch kein verwackeltes Bild damit erlebt und aufgrund des geringen Gewichts kann ich es überall mit hinnehmen, ohne einen extra Träger dafür zu engagieren :)

Die Höhe ist ausreichend: Mit Kugelkopf kann ich stehend bequem Bilder machen und bei einem Segment weniger ausgefahren gewinne ich noch mehr Stabilität.

Eine schöne Übersicht für das ca. 300 Euro teure Stativ findet man u.a. auf der Hersteller-Seite.


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